
Nach dem Nein der Sponsoren zu mehr Geld für das blau-weiße Fußballballett, beherrschte der Sarpsborger Fußball in den letzten Tagen die regionalen Medien. Am Mittwoch gab es eine siebenstündige Radiosendung in der auch gleich mal Geldgesammelt wurden. Und es kamen tatsächlich 264.000 Kronen zusammen. Am Donnerstag vor dem Spiel gegen Haugesund wurden per Spendenbüchsen weiter 36.000 Kronen gesammelt. Es entsteht der Eindruck, dass die Sarpsborger sich freikaufen, denn beim Spiel waren 903 Zuschauer (und ich ab der 65. Minute). Der Spieltag war vielleicht nicht repräsentativ, da der Donnerstag ein Feiertag war und an solchen ovalen Wochenenden verschwindet der gemeine Norweger gern auf seine Hütte. Zur gleichen Zeit hatte auch Fredrikstad ein Heimspiel und dort sollen auch immer einige tausend Sarspborger sich den (besseren) Fußball ansehen. Diese werden im Internet natürlich übel als Verräter beschimpft. Proteste finden in Norwegen häufig im Internet statt. Auf Facebook schließt man sich zu Gruppen zusammen, die für oder gegen etwas sind. Die Sinnlosigkeit solcher Aktionen kann man am Beispiel des Sarpsborger Fußballs sehr gut sehen. Von den 750 Facebook-Unterstützern, die unbedingt Toppfußball in Sarpsborg haben wollen, war kaum jemand im Stadion.
Sarpsborg FF 08 gewann jedenfalls ein recht gutes Spiel gegen Haugesund mit 1:0.
