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Blau gegen Rot

Wie in Deutschland wird auch in Norwegen im September eine neue Regierung gewählt. Erfreulicherweise wieder ohne Wahlplakate, sonst aber mit den gleichen Versuchen den Wähler von sich zu überzeugen. In Norwegen regiert seit vier Jahren das blaue, bürgerliche Lager. Dies möchte das rote, sozialdemokratische Lager gern ändern. Verschiedene Umfragen sehen gleichzeitig blau und rot vorn, sodass es also spannend werden dürfte. Die Grünen kommen als dritte Farbe noch dazu und könnten die Wahl möglicherweise entscheiden und das würde dann rot werden.
Norwegens größter Süßwarenproduzent möchte mit seinen Gummitieren an der Wahl verdienen und schickt deswegen blaue und rote Seigmenn in die Geschäfte. Die blauen haben den Geschmack Tutti Frutti und die roten Himbeere und Lakritz. Da dürfte der Konsument als Verlierer schon feststehen.

Herbstferien

Schneesweg

Mit einem Foto von unseren Sommerferien verabschieden wir uns bis nach den Herbstferien, die Anfang Oktober vorüber sind.

Bei den Kommunalwahlen in Norwegen haben die Regierungsparteien verloren, während deren großer Gegner, die Arbeiderparti gut zulegen konnte. Erfreulich auch das Ergebnis der grünen Mdg, die es aus dem Niemandsland auf 4 – 5 % gebracht hat. In Fredrikstad hat die Arbeiderparti knapp ein Prozent verloren und so fehlt mit 48 % nur ein Sitz an der absoluten Mehrheit.

Wahlpl

Das Schönste an diesem Bild, welches eine gewöhnliche Straße in Fredrikstad zeigt, ist, dass etwas fehlt. Wenige Tage vor der Wahl gibt es keine Wahlplakate, nirgends.
Sonst erinnert viele an Wahlen in Deutschland: die Parteiprogramme sind zu schön, um wahr zu sein. Gerade bei den Kommunalwahlen geht es ja um konkrete Projekte. Schule ist z. B. ein großes Thema. Die Ap will eine Lese-, Schreibe- und Rechnengarantie einführen, Sv die Ganztagsschule und Rødt eine Schule ohne Hausaufgaben.
Die syrischen Flüchtlinge sind nur bei der Frp ein Thema, die niemanden ins Land lassen will (Statt 8.000 Flüchtlingen hier zu helfen, helfen wir lieber 1 Mio. in Syrien). Keine schlechte Idee, die man aber wohl etwas langfristiger angehen muss. In Fredrikstad wurden die Einwohner aufgerufen, sich mit der Hilfe zurückzuhalten. Die Aufnahme der Flüchtlinge ließ sich organisieren aber die Anzahl der Hilfswilligen wahr zu groß, um damit noch klarzukommen. Die Stadtpolitiker weigerten sich dagegen vor wenigen Wochen noch, 68 Flüchtlinge zusätzlich aufzunehmen.

Hier geht es zu einem Wahl-o-mat, bei dem so ungefähr die Themen sehen kann, die die Wahl entscheiden werden.