Die Möglichkeit des Blamierens

Ich glaube, dass das Soziale an Facebook ist, dass aufgebrachten Menschen die Möglichkeit gegeben wird, sich kräftig zu blamieren.
Anders Anundsen (Fremskrittspartiet)fühlte sich im Wahlkampf von der Zeitung Tønsberg Blad verschaukelt und verbrannte daraufhin „sein letztes Exemplar“. Auf Facebook veröffentlichte er seinen Frust mit Beweisfoto von der Verbrennung und forderte seine 2647 Facebook-Freunde dazu auf, alle Journalisten dieser Zeitung von ihren Freundeslisten zu streichen.
Anundsen hat sich bei dieser Aktion weder die Finger noch den Mund verbrannt und auch vom Justizminister wird er nichts zu befürchten haben, denn seit dieser Woche ist er es selber.

2 Gedanken zu „Die Möglichkeit des Blamierens

  1. Den Namen habe ich nun zum ersten Mal gelesen. Wenn ich es richtig verstanden habe, kokettiert sie damit, politisch unkorrekte Bücher und Artikel zu schreiben, weil die Mehrzahl es satt hat, sich politisch korrekt zu verhalten. Die Verkaufszahlen scheinen ihr Recht zu geben. In den Medien wurden zuletzt weniger ihre Inhalte als der Raum der ihr in den Medien eingeräumt wird diskutiert. Viel Aufmerksamkeit bekam sie von Aftenposten, was Kulturredakteur Knut Olav Åmås verteidigte. In dieser Woche gab er seine Arbeit bei Aftenposten auf und ist jetzt Staatssekretär im Kultusministerium.

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